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Die schönsten Urlauberorte in den Südtiroler Dolomiten!

Touristenzentren in den Dolomiten

Der Tourismus bildet den wichtigsten Wirtschaftsfaktor der Region, die in erster Linie Bergsportlerinnen und Bergsportler anzieht. Erholungssuchende schätzen die landschaftliche Schönheit der schroffen Felsformationen und romantischen Almweiden. Der Tourismus wird ganzjährig betrieben und bietet Wintersportmöglichkeiten sowie Berg- und Radsportrouten in den wärmeren Jahreszeiten.

Grödnertal

Gröden bzw. das Grödnertal (ital. Val Gardena, lad. Gherdëina) liegt im südtiroler Teil der Dolomiten. Insgesamt hat das Tal etwa 10.000 Einwohner, die sich auf die drei Gemeinden St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein verteilen. Zusammen mit dem Gadertal (ital. und lad. Val Badia), dem Fassatal (ital. Val di Fassa, lad. Fascia), Buchenstein (lad. Fodom) und Cortina d’Ampezzo (deutsch Hayden, lad. Anpëz/Anpezo) bildet Gröden das Zentrum der ladinischen Sprache und Kultur. Umgeben ist das Tal von den Grödner Dolomiten, zu denen die Massive Geislergruppe, Puezgruppe, die Sella und die Lankofelgruppe gehören.
Grödnertal - Foto: Wolfgang Moroder - CC BY-SA 3.0
Foto: Wolfgang Moroder - CC BY-SA 3.0

Highlights

Die schroffen Felsformationen der Grödner Dolomiten ziehen alljährlich zahlreiche Kletterbegeisterte an. Zahlreiche Klettersteige führen durch die umliegende Bergwelt. Der Geotrail führt vom Panider Sattel zum Pufels. Anhand von Schautafeln wird unterwegs die Geologie der Dolomiten erläutert.

Besonders im Winter zieht es Schi- und Snowboardbegeisterte sowie Schitourengeherinnen und -geher nach Gröden. Der Schisport ist in der Region seit dem Ende des 19. Jahrhunderts populär. Durch die Austragung der Alpinen Schiweltmeisterschaft 1970 und durch Herren Abfahrts- sowie Damen Super-G-Weltcuprennen auf der Saslong in Wolkenstein ist Gröden international bekannt. Unzählige Filme von Luis Trenker (1892–1990) wurden in Gröden gedreht und auch Außenaufnahmen des Roman Polanski-Films „Tanz der Vampire“ aus dem Jahr 1967 entstanden teilweise hier.

Kulturelles Highlight für Besucherinnen und Besucher ist die traditionelle Schnitzkunst. Diese entwickelte sich aus sakralen Schnitzereien, die insbesondere durch die Gründung der Zeichenschule in St. Ulrich und durch die Ausbildung von Grödner Schnitzern an Kunstakademien in München und Wien besondere Qualität erlangte. Außer sakralen Schnitzereien erlangten auch profane Werke, wie z.B. Grödner Holzspielzeug, überregionale Bedeutung. Verwendet wird traditionell Zirbenholz.

Zu besichtigen sind regionale Schnitzarbeiten im Museum Gröden, wo sich darüber hinaus auch Fossilien, Mineralien und archäologische Funde aus der Region, Werke des Grödner Malers Lusenberg, das barocke Fastentuch von St. Jakob und der Nachlass des berühmten Grödner Alpinisten und Filmschaffenden Luis Trenker befinden. Sehenswert sind auch die St. Jakobskirche sowie die Kapelle am Monte Pana aus den 1930er Jahren. Die Burgruinen Stetteneck in St. Ulrich und Wolkenstein sind ebenso einen Besuch wert, wie die Fischburg in St. Christina/Wolkenstein.

Cortina d‘Ampezzo

Cortina (deutsch Hayden, ladinisch Anpëz/Anpezo) in der Provinz Belluno zählt gut 6.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Auf 1.211 Metern Seehöhe gelegen, ist es das größte Zentrum der Ladinerinnen und Ladiner in den Dolomiten. Gemeinsam mit den Nachbarorten Colle Santa Lucia und Livinallongo del Col die Lana (deutsch Buchenstein) bildet Cortina die Landschaft Ampezzo. Die umgebende Gebirgsregion wird auch als Ampezzer Alpen bezeichnet.
Cortina d‘Ampezzo - Foto: WP-User: Snowdog - Public Domain

Highlights

Der Ruf als prominenter Wintersportort geht weit in die Geschichte des Schisports zurück. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Cortina zum mondänen Ferienort, in dem sich auch zahlreiche berühmte Gäste zum Wintersport einfanden. 1932 und 1941 wurden hier die Alpinen Schiweltmeisterschaften und 1956 die Olympischen Winterspiele ausgetragen. In jüngerer Zeit war der Ort auch Drehort für einige bekannte Filmproduktionen, darunter der James Bond-Film „In tötlicher Mission“ aus dem Jahr 1981. Derzeit läuft eine Bewerbung für die Austragung der Alpinen Schiweltmeisterschaft 2017. Im Ortszentrum liegt der Corso Italia an dem vor allem die Kirche Parrocchiale SS Filippo e Giacomo heraussticht. Der Bau entstand zwischn 1851 und 1858 und verfügt über einen über 70 Meter hohen Turm aus Dolomitgestein. Auf der Spitze des Turms sitzt eine vergoldete Kugel von einem Meter Durchmesser.

Rocca Pietore

Die gut 1.300 Einwohnerinnen und Einwohner zählende Gemeinde liegt südwestlich von Cortina am Fuße der Marmolata. Die Gemeinde besteht aus insgesamt 31 Ortsteilen.

Highlights

Wie Cortina ist Rocca Pietore in erster Linie bei Wintersportlerinnen und Wintersportlern beliebt. Zu diesem Zweck stehen moderne Aufstiegsanlagen bereit. Außerdem wird eine breite Palette von Winter- und Sommersportarten angeboten. Die Serrai di Sottoguda, eine zwei Kilometer lange Schlucht gehört im Winter zu den beliebtesten Eiskletterspots der Dolomiten. Auf den Monolithen von Ronch wurden für Sommertouristen etwa 100 Kletterrouten erarbeitet, die durchwegs sehr anspruchsvoll sind. Ein weiterer Reiz seine Ferien hier zu verbringen, liegt in der lebendigen ladinischen Kultur und Tradition. Diese wird insbesondere vom Verein „Union di Ladins de Rocia“ gepflegt und verwertet. Kennzeichnend sind z.B. die Handwerksläden in Pian und Sottoguda. Besonders bekannt ist die Gegend für das Schmiedehandwerk. Alltagsgegenstände und Plastiken aus den örtlichen Handwerksbetrieben werden in Sottoguda zum Kauf angeboten.

Kurfar

Kurfar (ital. Corvara in Badia) zählt gut 1.300 Einwohnerinnen und Einwohner und stellt eine der fünf ladinischen Gemeinden des Gadertales (ital. Val Badia) dar. Der Ort ist von der Sella und der Puezgruppe umgeben. Von hier aus führen Passstraßen zum Grödnerjoch und zum Campolongo-Sattel.

Highlights

Der Wintersport hat in Corvara ebenfalls lange Tradition und geht bis in das 19. Jahrhundert zurück. Nach den Weltkriegen erfuhr die Gegend erneut einen Aufschwung als Winter- und Sommerurlaubsdestination. Der älteste Sessellift zum Col Alto, einem beliebten Aussichtspunkt, wurde bereits 1947 errichtet und gehört somit zu den ältesten derartigen Anlagen der Dolomiten.

Außerdem ist Corvara Ziel des jährlichen Dolomiten-Radmarathons, der über beinahe 150 Kilometer rund um die Sella gefahren wird. Der Giro d’Italia hatte 1989, 1992, 1993, und 2002 Etappenziele in Corvara. Neben dem Wintersport bieten sich im Sommer Wandern, Klettern, Radfahren, Mountainbiken und Golf als Aktivitäten an. Auf dem 9-Loch-Platz am Hang zum Campolongo-Pass kann von Juni bis September eingelocht werden.

Weitere Touristenzentren

Wichtige Touristenzentren der Dolomiten sind darüber hinaus auch Arabba (an der Sella), Canazei (lad. Cianacèi) im Fassatal und San Martino di Castrozza im Primierotal.

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